„Geduld ist nicht…

… meine Kernkompetenz“. Nein, ist es nicht! Das weiß jeder, der mich kennt.

Wie man mit den Tag versauen kann? Kommt mal 10 Minuten zu spät zu einem Treffen. Oder sorgt dafür, dass ich zu spät komme. Ne halbe Stunde? Darüber rege ich mich noch Wochen und Monate später auf. Ich hasse es zu warten!

“Trödel nicht!“, „Beeil dich mal!“, „Wie oft habe ich jetzt schon gesagt…?“ sind hier so alltäglich meine Standard Sprüche. Ich weiß, mein Problem. Entschleunigung würde mir gut tun? Mir wurde ja schon oft nahe gelegt, es mal mit Meditation zu versuchen. Aber dafür fehlt mir die Geduld. Das macht mich aggressiv. Entspannung heißt hier mehr so viel wie „abreagieren“. Unkraut Rupfen eignet sich da besonders gut zu.

Apropos Unkraut. Kennt ihr den Spruch „Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht“? Wie wahr! Und dennoch gehöre ich zu dem Typ Mensch, der sich zwei Tage nach Aussaat des Gemüses fragt, warum da noch nichts kommt, auch wenn auf der Saatpackung eine Keimdauer von 14 Tagen angegeben ist.

Das Freebie von kleinegöhr.e war also wie gemacht für mich. Und wisst ihr was? Ich liebe es, wenn ein Plan auf Anhieb funktioniert. Wofür mir allerdings die Geduld fehlt ist, wenn ich mehrere Anläufe brauche. Aber der *** Plotter hat nicht gemacht, was er sollte. Er hat einfach nicht tief genug geschnitten. Ich weiß, Fehler sitzt vor dem Gerät und so. Aber es macht mich Wahnsinnig! Ich brauchte also mehrere Versuche, bis der Plott endlich auf dem Stoff war.

Ein paar Tage später habe ich mich nun dran gesetzt und wollte das T-Shirt nähen. Wieder läuft hier nichts, wie ich will. So krumm und schief habe ich noch nie eine Naht gemacht. Dieser *** Saum will nicht, wie ich. Und weil ich mich gerade wieder so schön aufrege, dass hier nicht alles sofort so läuft, wie ich gerade will, bekommt ihr jetzt nur ein Foto des Plotts. Das T-Shirt ist nicht fertig. Ich hab keine Zeit zu Nähen. Ich muss mich aufregen!

Ich glaube, ich hätte mir sparen können, den Spruch auf ein Shirt zu Plotten…

Wenn jetzt Sommer wär’…

… würde ich in meinem tollen neuen Kleid auf meiner Lieblingsinsel im Sandsturm am Strand stehen und Drachen steigen lassen. Der eisige Wind fegte mir die Sandkörner gegen die Beine, so dass es prickelt, die Sonne schiene von oben, die Kleine läge auf der Wolldecke, die Jungs bauten mit Papa eine Sandburg… Hach wäre das schön…

Stattdessen sitze ich hier am Tisch, gucke in den verregneten Garten (die Fotos sind gestern in einer Sonnenpause entstanden) und frage mich, wo eigentlich der Osterhase bei Regen die Eier versteckt…

Eine ganz liebe Freundin die weiß, dass ich im Herzen ein Nordlicht bin (Maritim geht wirklich IMMER!), hat mir zum Geburtstag zwei Meter von diesem wunderschönen Stoff geschenkt. Genäht habe ich ein Hoodiekleid aus dem Schnitt „Longhoodie“ von Klimperklein, um 15 cm verlängert. Der Plott „Wellenkieker“ ist von Emmapünktchen. Ich freue mich über ein super kuscheliges Kleid und träume derweil von Sand unter den Füßen, Möwengeschrei in den Ohren, Wind in den Haaren und Sonne auf der Haut…

Heute ist der…

21.3., und darum wird es hier heute weniger um den Schnitt des Kleides gehen, das ich genäht habe, als vielmehr eine Herzensangelegenheit. Der 21.3. ist nämlich Welt-Down-Syndrom-Tag. Viele von euch werden vermutlich an dieser Stelle aufhören zu Lesen. Und doch werde ich auf einem Näh-Blog darüber schreiben.

Nein, keines meiner Kinder hat das Down-Syndrom. Aber ich habe drei Kinder. Jedes Kind kommt mit seinen ganz eigenen Päckchen auf die Welt, die es mit bringt. Die meisten dieser Päckchen werden wir erst nach und nach mit den Jahren entdecken, einige kennen wir schon seit der Schwangerschaft. Manche Päckchen stellen uns vor größere Herausforderungen, als andere. „Ich nehme meine Kinder so, wie sie sind“, habe ich der Ärztin in der ersten Schwangerschaft gesagt, als sie mich fragte, ob sie eine Nackenfaltenmessung machen soll. Diesen Satz hatte ich einige Wochen vorher von einer Mama aufgeschnappt, die ein Kind mit Down-Syndrom bekommen hat.

Ein Leben mit Kindern ist nicht immer einfach. Jeden Tag werden wir vor neue Herausforderungen gestellt. Manche Päckchen, die die Kinder mitbringen, sind für jeden sichtbar, andere nicht. Auch meine Kinder haben teilweise ganz schön große Pakete mitgebracht. Und so manch ein Paket wurde sicher noch nicht entdeckt. Auf das eine oder andere Paket hätte ich gerne verzichtet, niemals allerdings auf eines meiner Kinder!

Was das ganze mit dem Welt-Down-Syndrom-Tag zu tun hat? Ich habe in meinem Leben sowohl privat, als auch beruflich Kinder mit Down-Syndrom kennenlernen dürfen. DANKE an alle Mamas und Papas, die ihr euch dieser Herausforderung stellt! DANKE, dass ihr eure Kinder nehmt, wie sie sind. DANKE, dass eure Kinder leben dürfen! Die Welt ist bunt und das ist auch gut so!

Liebe Anja, dieser Dank geht heute stellvertretend an dich, denn du hast mir schon so oft aus der Seele geschrieben oder mitten im Chaos ein Lächeln auf die Lippen gezaubert!

So, nun noch kurz und knapp zum Kleid: Der Schnitt ist das Skaterkleid von Klimperklein im Größe M, genäht aus einer Schrankleiche. Der Frühling ist da!

Kennt ihr eigentlich…

… schon die Lillebo Feen von EmmaPünktchen? Es gibt schon ein paar wunderschöne Exemplare und es kommen immer mehr dazu. Was sie von anderen Feen unterscheiden? Sie sind einfach zauberhaft und naturnah. Und als die liebe Anja heute Morgen ihr neuestes Prachtexemplar mit Vögelchen in der Hand auf Facebook gezeigt hat, war es endgültig um mich geschehen. Ich habe keine Fee, sondern mein kleines Räuberkind in zwei bis 3 Jahren bei uns im Garten gesehen.

Meinen freien Vormittag wollte ich eigentlich anders nutzen, aber ich MUSSTE für mein Töchterchen dieses Kleid nähen. Also habe ich kurzerhand Anja gefragt, ob ich ihre Idee „klauen“ darf und sie hat Ja gesagt.

Und hier ist das Ergebnis. Als Grundlage habe ich den Latzrock von Klimperklein genommen, mächtig verändert, genäht, aufgetrennt, wieder genäht, wieder aufgetrennt… Aber nun ist es fertig. Ein kleines Feen-Waldkleidchen für meine zauberhafte Räubertochter.

Ob wohl jemals…

… ein Teil so lange zugeschnitten und ungenäht bei mir im Schrank gelegen hat, wie dieses? Eigentlich sollte der Hoodie für mich (mein erster!) auch ganz anders aussehen. Aber ich hab den Bündchenstoff nicht in Türkies bekommen, und so musste Pink her halten (eigentlich ja so gar nicht meine Farbe…). Und als ich mich dann vorhin dazu entschlossen habe, den Pulli endlich zu nähen, wollte ich einen schnellen Erfolg und wusste, dass die Kinder mir nicht viel Zeit zum Nähen lassen würden. Somit habe ich die Eingrifftaschen kurzerhand einfach weg gelassen

Schnitt ist der Damenhoodie aus dem Buch „Klimpergroß“ und er lag hier tatsächlich schon so lange zugeschnitten rum, dass ich nicht mehr weiss, ob ich die lange oder kurze Version genäht habe. Ich glaube, es war die kurze…

Insgesamt finde ich den Hoodie wirklich gemütlich und da meine Proportionen in keine Größe eindeutig rein passen (genäht habe ich in M), sitzt er besser, als erwartet. Vermutlich werde ich allerdings die Ärmelbündchen noch einmal ab nehmen und enger nähen.

Wie macht man…

… eigentlich Mützenfotos, ohne gleichzeitig dieses zuckersüße Wesen zu zeigen, das in der Mütze steckt? Aber nein nein, es wird hier keine Gesichter meiner Kinder zu Sehen geben. Also gibt es heute ganz unhübsch ein unkenntlich gemachtes Gesicht.

Diese Mütze muss ich euch aber zeigen! Ich bin nämlich echt stolz darauf, denn das Schnittmuster dafür habe ich selbst entwickelt. Es ist eine Ballonmütze aus Baumwolle (ganz ungewöhnlich für mich), mit Bündchen, niedlichem Riegel und Knopf als Bommel. Ich bin verliebt! Und nun ist es wirklich Zeit, dass der Frühling kommt, damit die Mütze aus ausgeführt werden kann!

Oooh und als hätte sie es gehört, kommt genau in diesem Moment die Sonne raus. Ich bin dann mal im Garten!

 

Ihr fragt euch…

… warum es hier momentan so wenig Genähtes von mir zu Sehen gibt? Ich zeige es euch!

Meine Nähmaschine ist nämlich von meinem Großen beschlagnahmt worden. Bisher hatte er kein Interesse gezeigt, selbst zu nähen. Sein Ding ist mehr das Basteln, mit jeglichen Materialien, die ihm in die Finger kommen. Aber nun hat er sich in den Kopf gesetzt, sich eine Girlande für sein Zimmer zu nähen.

Wir haben also gemeinsam meinen Stoff-Vorrat gesichtet und er hat sich ausgesucht, was ihm gefällt. Wie meine Omi früher mir, so habe ich ihm nun gezeigt, wie man die Nähmaschine einschaltet, Nähfüßchen senkt, Faden festhalten, 5 Stiche vor, 5 zurück… Herrlich! Es erfordert von ihm sehr viel Konzentration und nach 1-2 Wimpeln ist er erstmal platt. Und wie stolz er nach jeder geglückten Naht ist! Da strahlt mein Mama-Herz. Es wird noch etwas dauern, bis seine Girlande fertig ist, aber er bleibt unermüdlich dran und das Ergebnis werde ich euch nicht vorenthalten.